Der Weg einer Waffe
Teil 1: Die Eröffnung
Dieser Abend verbindet Bewegung mit etwas Hintergrundwissen und eignet sich dadurch besonders gut für den Einstieg. Wir betrachten die Idee einer Waffe: was sie ausmacht, wie sie grundsätzlich geführt wird und warum bereits die erste Bewegung entscheidend ist.
In Solo- und Partnerübungen studieren wir die reine Eröffnungsbewegung: wie die Waffe in Position gebracht wird, wie der Körper darauf antwortet und wie Schutz entsteht, bevor aus einer Situation Druck wird. Schon an diesem Abend lässt sich körperlich spüren, dass eine Waffe nicht nur ein Gegenstand ist, sondern eine Veränderung von Raum, Abstand und Aufmerksamkeit.
Teil 2: Balance in der Schwerkraft
Idealerweise haben Sie den ersten Teil erlebt, Sie können aber auch ohne Vorkenntnisse einsteigen. Wir zeigen, wie eine Waffe nicht mit bloßer Kraft bewegt wird, sondern tänzerisch in der Schwerkraft balanciert. Dadurch wird Bewegung leichter, klarer und zugleich verbindlicher.
In den Partnerübungen lernen Sie sowohl Bewegungswege zum Führen einer Waffe als auch passende Ausgleichsbewegungen gegen die Waffe. Dieser Abend wirkt oft überraschend körperlich: Man wird geschmeidiger, ruhiger und nimmt die eigene Statik anders wahr.
Teil 3: Die Begegnung
Dieser Teil setzt die Erfahrungen aus den ersten beiden Einführungen voraus. Erst wenn Eröffnung, Abstand und Balance im Körper angekommen sind, kann sichtbar werden, wie Waffen einander begegnen.
Wir üben erste Formen der Begegnung und berühren dabei auch den Waffenkampf, allerdings nicht als Kampfziel, sondern als Bewegungserfahrung und als Bestätigung des Gelernten. Außerdem schauen wir, was im weiteren Sinn alles eine Waffe sein kann und wie sich diese Erkenntnisse in den Alltag übertragen lassen.